Integrationsformel
 /  Integrationsformel

Vom Gewahrwerden zum Bewusstsein

die Integrationsformel und ihre prädikative und funktionale Variante

 

 

Zum Hintergrund

Dies war mein erstes eigenes Buch, ich schrieb es aufgrund der Ermutigung, die ich von  Frau Prof. Dr. Inge Schwank erhielt. Ihr hatte ich in einem persönlichen Gespräch erklärt, was m. E. die Ursache des ADHS-Verhaltens, bzw. der funktionalen Art logischen Denkens ist, wie sie es nennt.  Sie sagte damals spontan: das ist es!, und schrieb mir noch in der darauffolgenden Nacht, als ich auf dem Heimweg war, diese Email:

Liebe Frau Dägling,

wir wünschen Ihnen, eine gute Rückreise erfahren zu haben.

Ihre Beispiele waren sehr eindrücklich. Es wäre ein Verlust, wenn Ihr Buch nicht zustande kommen würde. Die Botschaft muss doch übermittelbar sein!

Herzliche Grüße

Inge Schwank

Daher entschloß ich mich schließlich doch, dieses Buch zu schreiben, obwohl ich meinte, daß mir dazu das Talent fehlt. Das Buch erschien 2004 bei Books on Demand –  BoD  -und war mein erster Anlauf, mit dem ich die eigentliche Ursache des sogenannten ADHS-Verhaltens einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen versuchte. Die Zielgruppe waren Eltern, denen mit den geschilderten Beobachtungen und Beispielen das Verhalten ihres ADHS-Kindes erklärt werden sollte.

Nachdem sich aus den Rückmeldungen, die ich bekam, ergab, daß der theoretische Teil, der die kognitionspsychologische Erklärung enthielt, nicht verstanden wurde, schrieb ich das Buch fünf Jahre später noch einmal um, und nahm dieses Exemplar vom Markt.

 

Zum Inhalt: Beobachtungen

Im Vorwort schilderte ich, wie ich zu dieser neuen Sichtweise kam und welche Schlußfolgerungen ich gezogen hatte. Die Einleitung beginnt mit der Fallbeschreibung eines ADHS-Kindes, welches von mir über einen längeren Zeitraum Hausaufgabenhilfe erhielt. Ich stellte darin zunächst seine schulischen Schwierigkeiten dar, gefolgt von einer ersten Hypothese zur Erklärung des abweichenden  Verhaltens: das Verhalten ist keine Krankheit oder Störung, sondern eine andere, die „normale“ Art ergänzende “Informationsverarbeitung“. Die beiden folgenden Kapitel enthalten zwei Beispiele, Beobachtungen, an denen Eltern meiner Selbsthilfegruppe teilgenommen hatten, von denen einige ebenfalls von ADHS betroffen waren. Die nicht betroffenen Eltern bildeten die „Kontrollgruppe.“ Mit diesen Beobachtungen hatte ich meine Hypothese überprüfen wollen.

 

Anhand dieser Beobachtungen konnte ich zeigen, worin der Unterschied  im Denken der Personen der jeweiligen Gruppe liegt, da die Teilnehmer der beiden Gruppen auf ganz unterschiedliche Weise an die Aufgaben herangegangen waren. Daraus ließ sich entnehmen, worin sich die Art der jeweiligen Aufmerksamkeit unterschied.

Noch deutlicher wurde der Unterschied mit der Beschreibung des Verhaltens von Kindergartenkindern,  denen die beiden nächsten Kapitel gewidmet waren. Bei den Aufgaben, welche die Kinder lösen sollten, handelte es sich um eine Puzzle-Aufgabe und den Bau von Modellen mit einem Konstruktionsspielzeug. Diese Beobachtungen haben wir protokolliert und einige der Protokolle sind im Buch wörtlich wiedergegeben worden.

 

Die Theorie

Den zweiten Teil des Buches begann ich damit, die Voraussetzungen aufzulisten und relevante Begriffe zu erläutern, die zum Verständnis der Ursache  wichtig sind: die vermeintliche Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung bzw. was darunter verstanden wird, und zwei Regeln, die in der Kognitionspsychologie von Bedeutung sind. Dazu gehören auch zwei Begriffe, die von Frau Schwank eingeführt worden waren, und die ich mit ihrer Erlaubnis verwenden durfte: prädikativ für das „normale“ Denken und Verhalten, funktional für das ADHS-Denken und -Verhalten. Diese Begriffe verwendete ich auch im Untertitel.

Im dritten Teil habe ich anhand einer einfachen Konstruktion versucht zu beschreiben,  wie das Gehirn arbeitet, um vom Wahrnehmen eines Gegenstandes zu dessen bewusstem Verstehen zu kommen.  Diese „Wissenseinheit“ als Repräsentation des Gegenstandes zeigt die Abbildung auf dem Titelbild.

In den folgenden Kapiteln wird beschrieben und an Beispielen erläutert, wie aus den einzelnen Merkmalen eines wahrgenommenen Gegenstandes der Gegenstand wird, den wir sehen, aber noch nicht als solchen erkennen oder in seiner Funktion verstehen können. In diesen Kapiteln erkläre ich, wie dieser Vorgang abläuft, und zwar bei Menschen, die wir als prädikativ bezeichnen und die als normal gelten, und wie er sich bei Menschen vollzieht, die wir als funktional bezeichnen, zu denen Menschen mit ADHS gehören. Sowohl an der jeweiligen Abbildung als auch dem Text ist zu entnehmen, daß bei Unseresgleichen das Verstehen wichtiger ist, als das Erkennen.

Im letzten Teil habe ich zusammengefasst,  was ich in den vorangegangenen Kapiteln erklärt habe, und bin mit weiteren Beispielen noch einmal auf die Unterschiede eingegangen.

 

Zum zweiten Buch:  Vom Gewahrwerden zum Bewusstsein

Impressum

Verantwortlich für Webinhalt
Elisabeth Dägling
E-Mail: info@kausalitaet-und-adhs.de

Illustrationen
Marion Dägling
E-Mail: marion@madae.de

Konzeption und Produktion Web
mw ² >multidesignstudio
München
www.mw2.org

Haftungshinweis:

Trotz sorgfältiger Prüfung und ständiger Aktualisierung können wir keine Haftung für die auf dieser Webseite veröffentlichten Inhalte übernehmen. Dies gilt auch für die Seiten, die von dieser Seite aus verlinkt sind. Für deren Inhalt sind ausschließlich die Betreiber der Webseiten verantwortlich. Ebenso betrifft das Seiten, die mittels Link auf diese Seite verweisen. Des weiteren behalten wir uns das Recht vor, Änderungen oder Ergänzungen der hier bereitgestellten Informationen vorzunehmen.

Das Copyright der auf dieser Seite verwendeten Texte u. Illustrationen liegt bei E. Dägling. Das Verwenden der Texte ist nur nach Rücksprache möglich.